18. Februar 2009

Wissenstest 2009 - Ergänzung

Als Ergänzung zum Bericht über den Wissenstest 2009 wurde nun von der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg noch zusätzlich eine Information veröffentlicht, die vor allem das Hintergrundwissen zu einem Wissenstest näher bringen soll.

Wie werden Wissenstest-Beiträge erarbeitet? Verhältnis des Ausbildungsaufwandes zum Schwierigkeitsgrad der Prüfungsfragen unausgewogen? Wie sollen Schwänzer behandelt werden, die den Wissenstest ablegen wollen?

Auf diese und weitere Fragen gibt die Information Auskunft. Bitte auf das Bild klicken!

Eine Feuerwehr stirbt – und keinen interessiert’s

Die Ortsfeuerwehr Volkerode wird aufgelöst: Einmalig in Südniedersachsen (Tageblatt berichtete). Wie aber soll es nun weitergehen? Damit befasste sich jetzt der Ortsrat, und selbst der Gemeindebürgermeister war mit einer Abordnung erschienen. Im Dorf selbst aber scheint sich niemand so recht für das Thema zu interessieren.

Kühl war es im Bürgerhaus zu Volkerode während der Ortsratssitzung, und das kommt der aktuellen Stimmungslage in dem kleinen Dorf der Gemeinde Rosdorf schon sehr nahe. Dabei hätte man anderes erwartet, zumindest aber viele Zuhörer, die den großen Versammlungsraum allein durch ihre pure Anwesenheit, ja wenn nicht gar durch einen Sturm der Entrüstung, aufheizen. Denn eine Ortsfeuerwehr wird ja nicht alle Tage aufgelöst. Schon gar nicht dermaßen sang- und klanglos, wie es nun in Volkerode geschieht. Doch nur ein einziger Bürger hatte sich herbemüht.

Das dürfte auch Gemeindebürgermeister Harald Grahovac (SPD) verwundert haben, der nicht nur persönlich erschienen war, sondern obendrein noch Ordnungsamtsleiter Jörg Kaufmann und den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Alexander Kubik im Schlepptau hatte. „Die Gemeinde will aufklären, mit aller Kraft“, sollte das wohl heißen. Tatsächlich aber wirkte es angesichts der gähnenden Leere im Bürgerhaus irgendwie übertrieben engagiert. Grahovac, der traurigen Situation angepasst im dunklen Anzug gekleidet, ließ sich indes nicht entmutigen und tat einfach so, als sei der Raum tatsächlich zum Bersten gefüllt.

Man habe in den vergangenen Wochen „sehr intensiv“ diskutiert, hob er an. Alles sei versucht worden, die Ortswehr zu erhalten. Vergeblich. Jetzt mache er sich „erhebliche Sorgen“, fügte er betroffen hinzu. Das sei natürlich „kein Vorwurf“, versicherte Grahovac, um kurz darauf unterschwellig doch einen zu formulieren. Die Aktiven in Volkerode hätten „keine Bereitschaft gezeigt“. Selbst eine Zusammenarbeit mit benachbarten Wehren sei fehlgeschlagen.

Das klang nicht nett. Doch weil die Kritik nun schon einmal dezent durchsickerte, verwandelte Kubik die Vorlage sogleich im Stile eines Mittelstürmers. „Wir haben uns sehr viel Mühe gegeben, aber in Volkerode hat sich nichts bewegt. Das ist traurig und erschreckend.“ Rums, das saß. Das große Pfeifkonzert blieb jedoch aus.

Immerhin schaltete sich Premium-Gast Karl-Otto Gersting, selbst aktiver Feuerwehrmann in Volkerode, ein: „Es ist schlimm, dass es so weit gekommen ist“, sagte er, schränkte aber unumwunden ein, dass die Ortswehr „in den letzten fünf Jahren sehr gelitten“ habe. Allein ein Stamm von vier oder fünf Leuten sei „immer da“ gewesen. Für die Zukunft sehe er schwarz, sagte Gersting. „Wenn es wirklich brennt, haben wir keinen Schluck Wasser, nichts.“ Dabei wisse doch jedes Kind, worauf es bei einem Feuer ankomme: „Das erste Wasser ist wichtig.“

„Die Zukunft macht mir Angst“, pflichtete ihm Grahovac bei. Man müsse nun darüber nachdenken, wie der Brandschutz in Volkerode gewährleistet werden könne. „Wir müssen uns zusammenraufen und das organisieren“, das verlange schon das Gesetz. Als Möglichkeiten nannte er „eine kleine Berufsfeuerwehr“ oder eine „schnelle Eingreiftruppe“. Eine „Pflichtfeuerwehr“ werde es hingegen unter seiner Ägide nicht geben.

Ortsbürgermeister Jens Windwehe (FWG) regte an, vielleicht „eine Rumpftruppe“ in der Ortschaft zu behalten, „um wenigstens Wasser zu haben“. Ob man das dann Feuerwehr oder Löschgruppe nenne, sei doch egal. „Es gibt die Begriffe“, klärte ihn Kaufmann auf, aber derartige Gruppen müssten einer anderen Ortsfeuerwehr unterstehen.

„Das kann man doch keinem zumuten“, stöhnte Ortsratsmitglied Steffan Vanselow (FWG) – und wollte damit natürlich die schwierige Situation der anderen Ortswehren ansprechen, die genug eigene Probleme haben. Nur hätte man das an diesem trostlosen Abend auch durchaus anders verstehen können.

Quelle: www.goettinger-tageblatt.de

17. Februar 2009

Seminar Digitalfunk - Schulungskonzept steht

Vom 12. bis 13. Februar 2009 fand an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried ein Seminar zur Einführung des Digitalfunks in Bayern statt. Teilnehmer waren die zuständigen Fach-KBM/SBM der Regierungsbezirke Oberbayern, Oberpfalz und Schwaben. Ein weiteres Seminar für die Vertreter der Fränkischen Regierungsbezirke und Niederbayern wird am 26. und 27. Februar angeboten.

(...)

Von besonderem Interesse war der Bereich Schulung. In Bayern sind ca. 330 000 Feuerwehrfrauen und –männer aktiv. Diese und ca. 60 000 Helfer der anderen bayerischen Hilfsorganisationen, wie Bayerisches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Arbeiter Samariter Bund und viele mehr, müssen auf das neue Kommunikations- und Führungsmittel Digitalfunk eingewiesen und geschult werden.

Die Ausbildung ist bausteinartig aufgebaut. Als Grundlage durchläuft jeder Endanwender eine Elektronische Lernanwendung (ELA), die auf einer Internetplattform des Landesamtes für Finanzen aufgebaut ist. In der ELA werden die Grundlagen des Digitalfunks interaktiv vermittelt. Der erfolgreiche Durchlauf der ELA wird durch Testfragen überprüft und mit einem Zertifikat, das der Teilnehmer ausdruckt, dokumentiert.

Anschließend nimmt der Feuerwehrmann bzw. die Feuerwehrfrau an einer Standortschulung teil. Hier wird besonderes Augenmerk auf die Bedienung der Funkgeräte gelegt. Führungskräfte werden im Rahmen der Standortschulung noch zusätzlich mit den Themenfeldern Einsatztaktik und Gruppenverwaltung im Digitalfunk vertraut gemacht. Die erfolgreiche Teilnahme an der ELA und der Standortschulung ist Voraussetzung für die Teilnahme an weiterführenden Lehrgängen an den bayerischen Feuerwehrschulen.

(...)

Quelle: Staatliche Feuerwehrschule Geretsried

Informationen zum Body-Mass-Index (BMI) bei Atemschutzgeräteträgern der Feuerwehren

Für Verwirrung sorgt die Nennung des BMI in dem Grundsatz für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung für Atemschutzgeräteträger (G 26.3).

Wir stellen klar: Einsätze unter schwerem Atemschutz stellen körperliche Höchstleistungen dar. Zu ihrem eigenen Schutz wird die körperliche Eignung der Atemschutzgeräteträger daher regelmäßig überprüft. "Neu" (seit September 2007) ist, dass der Arzt seine Entscheidung zu bedenklichem Übergewicht nicht mehr allein auf den Broca-Index stützen, sondern alternativ andere vergleichbare Werte heranziehen kann, wie zum Beispiel den BMI. Eine Verschärfung der bereits bisher geltenden Anforderungen ist somit nicht erfolgt, zumal die Indices nur beispielhaft aufgeführt sind. Die Entscheidung über die Tauglichkeit obliegt also stets dem untersuchenden Arzt.

Mehr zum BMI hier...
Mehr zu den Neuerungen der G-26 Untersuchung hier...
Mehr Informationen auch unter www.einsatz-netz.de ...

Quelle: Bayerischer Gemeindeunfallversicherungsverband

16. Februar 2009

Strohhaufenbrand in Fuchsstadt



Zu einem Strohhaufenbrand wurden die Feuerwehren Fuchsstadt und Reichenberg am 16.02.2009 um 14:20 Uhr gerufen. An der Einsatzstelle zwischen Fuchsstadt und Rottenbauer branden ca. 80 Quaderstrohballen und 12 Strohrundballen. Der Haufen wurde mit einem Frontlader zerteilt und brande kontrolliert ab. Die Löscharbeiten beschränkten sich auf die angrenzenden Hecken und Bäume. Der Einsatz zog sich über mehrere Stunden hin. Die Feuerwehr Reichenberg versorgte mit den beiden wasserführenden Fahrzeugen die Einsatzstelle mit Löschwasser. Gleichzeitig wurde noch mit einem Güllefass Wasser herbeigefahren. Bis auf einen Rundballen wurde alles ein Raub der Flammen.
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Fotos: FF Reichenberg

Die schwierige Suche nach Kindern in brennenden Wohnungen

In Lübeck musste am frühen Sonntagmorgen, 15. Februar, ein tragischer Feuerwehreinsatz gefahren werden. Bei dem Gebäudebrand in der Altstadt starben eine Frau und zwei Kinder. Das Gebäude, inklusive hölzernem Treppenhaus, stand bei Eintreffen der Feuerwehr im Vollbrand. Eines der getöteten Kinder hatte Zuflucht unter einer Matratze gesucht.

Am 15. Februar 2009 kam es zu einem tragischen Brand in der Altstad von Lübeck. Zwei Kinder und eine Frau starben. Der NDR berichtet in seiner Online-Ausgabe: „Zuerst fanden die Feuerwehrleute die Frau und ihren Sohn. Der Sechsjährige wurde erst etwas später im Dachgeschoss unter einer Matratze entdeckt.“

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Quelle: www.einsatz-netz.de

Der richtige Notruf

Haben Sie schon einmal den Notruf wählen müssen? Ja? Haben Sie alles richtig gemacht? Oder ist Ihnen in der Aufregung alles entfallen, was eigentlich bei einem Notruf gesagt werden muß? Ach, Sie haben noch nie die Feuerwehr gebraucht? Was würden Sie denn den Disponenten bei der "112" erzählen, wenn morgen Ihre Küche brennt? Prägen Sie sich zwei Dinge ein: Die Notrufnummer 112. Und: "Fünfmal W" Auf diese fünf "W" ist der Disponent in der Rettungsleitstelle nämlich angewiesen, um Ihren Anruf bearbeiten zu können:

Die wichtigen Angaben Ihres Notrufes:

- Wo ist etwas passiert?
- Was ist passiert?
- Wie viele Verletzte gibt es?
- Wer meldet den Notfall?
- Warten Sie auf mögliche Rückfragen

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15. Februar 2009

Wissenstest 2009

Für den Wissenstest im Jahr 2009 wurde das Ausbildungsthema sowie die Ausbildungsunterlagen veröffentlicht. Das diesjährige Thema lautet:

Organisation der Feuerwehr und Jugendschutz

Der entsprechende Ausbildungsleitfaden sowie der Foliensatz stehen auf der Homepage der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg als Download bereit - die Jugendwarte können diese Informationen ab sofort für die Ausbildung verwenden.

Kein Notruf ohne SIM-Karte

Notrufe von einem Handy sind künftig nur noch mit einer betriebsbereiten SIM-Karte möglich. Die bisherige Möglichkeit, Notrufe auch ohne SIM-Karte absetzen zu können, wird gesperrt. Dies geht aus einer am heutigen Freitag vom Bundesrat beschlossenen Verordnung (Link zur angefügten PDF-Datei) über Notrufverbindungen hervor.

Demnach können Notrufe an die Nummern 110 und 112 künftig nur noch von Handys abgesetzt werden, in denen eine aktive SIM-Karte steckt. Gleichzeitig müssen die Netzbetreiber sicher stellen, dass im Ernstfall auch Notrufe netzfremder Kunden vermittelt werden. Mit der neuen Verordnung will der Gesetzgeber unter anderem dem Missbrauch der Notrufnummern vorbeugen. Die "bisher festgestellten sehr häufigen missbräuchlichen" Anrufe von Handys ohne Karte seien nun nicht mehr zulässig, heißt es in der Verordnung.

Quelle: www.heise.de

14. Februar 2009

Erste-Hilfe-Kurs bei FFw und BRK Geroldshausen

In den vergangenen zwei Wochen wurde von der Freiwilligen Feuerwehr und der Ortsgruppe Geroldshausen des Bayerischen Roten Kreuzes ein Erste-Hilfe-Kurs durchgeführt. Es war eine bunt gemischte Teilnehmergruppe von 20 Personen zwischen 14 und 50 Jahren. Neben den Aktiven von BRK und Feuerwehr waren es die acht neuen Feuerwehranwärter der JF Geroldshausen, die sich die Grundkenntnisse der Ersten-Hilfe aneigneten.

Die 16 Unterrichtseinheiten wurden von der BRK-Ausbilderin Petra Bierbaum im Schulungsraum der Feuerwehr abgehalten. Nach eingehender Ausbildung und Übung konnten alle Teilnehmer Ihre Lehrgangsbescheinigung in Empfang nehmen.


Jubiläum: 100.000 Besucher auf Abschnitt Mitte

Am 12.02.2009 wurde der 100.000. Besucher auf http://www.abschnitt-mitte.de/ registriert.

Somit erreichten wir in 815 Tagen mit durchschnittlich 123 Besuchern je Tag eine durchaus vorzeigbares Ergebnis!
Der Ausbau der Homepage hin zu einem Informationspool mit Downloadbereichen zu allen wichtigen Anmeldungen sowie die Integration eines übersichtlichen Kalenders führten dazu, dass die täglichen Durchschnittszugriffe von 79 (2007) auf 166 (2008) gestiegen sind.

Ich danke auf diesem Wege allen Redakteueren, die mit Ihren Berichten diese Seite in dieser Qualität ermöglichen und somit auch einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung / Informationsfluss für die Wehren im Abschnitt Mitte ermöglichen.

13. Februar 2009

Seilwinde - Achtung Quetschgefahr!

Mitteilung der Unfallkasse Baden-Württemberg

Der Verlust des Zeigefingers bedeutet im Alltag eine erhebliche Einschränkung. Ein Feuerwehrkamerad muss nun mit dieser Einschränkung leben. Er verlor seinen Zeigefinger bei einem Unfall mit einer Seilwinde. Ein weiterer Feuerwehrkamerad hatte mehr "Glück", sein Zeigefinger konnte in einer Notoperation gerettet werden. Ob hier Einschränkungen zurück bleiben, ist noch nicht absehbar.

Einen ausführlichen Bericht mit Hinweisen zum Einsatz von Seilwinden gibt es mit Klick auf das Bild!

Feuerschutzsteuer bleibt den Kommunen erhalten

Bund und Länder hatten sich im Rahmen der Föderalismusreform darauf verständigt, die Ertrags- und Verwaltungshoheit für die Feuerschutzsteuer von den Ländern auf den Bund zu übertragen. Ungeklärt war, wie die Kompensation der Einnahmeverluste in Höhe von ca. 320 Mio. € jährlich bei den Ländern erfolgen sollte.

Viele Bundesländer stellen die Feuerschutzsteuer den Kommunen ganz oder teilweise für Brandschutzaufgaben zur Verfügung. Mit dem Wegfall als Ländersteuer drohten den Kommunen diese Einnahmen wegzubrechen. Der Deutsche Städtetag hat, zusammen mit den anderen kommunalen Spitzenverbänden, bereits 2008 die Forderung nach Erhalt der Mittel in die Föderalismuskommission eingebracht. Es ist uns gelungen, entscheidende Stellen auf Bundesebene zu sensibilisieren. In gleichem Sinne haben wir uns, auch über unsere Mitgliedsverbände, in der Innenministerkonferenz eingebracht. Unserer Argumentation folgend, haben sich die Innenminister und -senatoren in der Sitzung am 21.11.2008 für den Erhalt der Feuerschutzsteuer mit der Zweckbindung für Aufgaben des Brandschutzes ausgesprochen.

Vor der Sitzung der Föderalismuskommission am 05.02.2009 formulierten die kommunalen Spitzenverbände ihre Forderungen noch einmal über die Medien. Im Ergebnis zeichnete sich dann dort bereits ein Einlenken ab, heute, in ihrer Abschlusssitzung, beschloss die Föderalismuskommission den Verbleib der Feuerschutzsteuer bei den Ländern. Es freut uns, dass damit die Kommunen, die auf diese Mittel angewiesen sind, auch weiterhin die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger in der erforderlichen Qualität gewährleisten können.

Quelle: LFV Bayern

12. Februar 2009

100.000 Zugriffe: www.abschnitt-mitte.de

Im Laufe des heutigen Tages wurde der 100.000 Zugriff auf unserer Seite www.abschnitt-mitte.de registriert.

(Grafik zeigt den Besucheranstieg von Beginn bis zum heutigen Tag)

Für die Statistikinteressierten hier zwei Grafiken sowie die wichtigsten Daten:

  • Laufzeit: 816 Tage
  • Besucher/Tag durchschnittlich (gesamt): 122,7
  • Besucher/Tag durchschnittlich (letzter Monat): 216
  • meisten Besucher/Tag: 392 (04.02.2009)
  • Besucherstärkster Wochentag: Mittwoch

Neue Ausgabe der Brandwacht

Die Brandwacht - Zeitschrift für Brand- und Katastrophenschutz ist das offizielle Presseorgan des Bayerischen Staatsministeriums des Innern in Bayern.

Mit einem Klick auf das "Brandwachtsymbol" gelangt man zur aktuellen Ausgabe (Heft 1/2009). In diesem Heft sind u. a. die Regierungserklärung von Ministerpräsident Horst Seehofer, der Ausbilderleitfaden Truppmann Teil 1 oder ein Großbrand in Karlstein a. Main Themen.

Der gesamten Auflage ist der „Wissenstest 2009" der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg beigelegt.

Viel Spaß!

Rentner mit Kopf hinter Heizung eingeklemmt

Düsseldorf: Die Feuerwehr musste am frühen Donnerstagmorgen nach Flingern-Nord ausrücken, weil ein 79-jähriger Mann mit seinem Kopf hinter einem Heizkörper eingeklemmt war. Er hatte in der Nacht die Toilette aufgesucht und war auf dem WC eingeschlafen.

Dabei fiel er unglücklich mit dem Kopf hinter einen Stahlrippenheizkörper. Der Kopf verkeilte sich so zwischen Badezimmerwand und Heizung, dass der Rentner sich nicht mehr allein befreien konnte. Erst am Morgen hörte ein aufmerksamer Nachbar die Hilferufe des Mannes. Er alarmierte die Feuerwehr. Die Helfer drückten den Stahlkörper mit Holzkeilen so weit von der Wand weg, dass der Kopf wieder frei war. Ein Notarzt behandelte den 79-Jährigen, der anschließend ins Krankenhaus gebracht wurde.

Quelle: www.rp-online.de

11. Februar 2009

Führerscheinregelung - Pressemitteilung Nr. 42/09 - München, 11. Februar 2009

Innenminister Joachim Herrmann: Führerscheinregelung zugunsten der Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdienste notwendig – Ablehnende Antwort des Bundes nicht hinnehmbar

Mit großer Enttäuschung hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Antwort der Bundesregierung zum sogenannten "Feuerwehr-Führerschein" aufgenommen. Bayern wollte mit einer Bundesratsinitiative erreichen, Führerschein-Ausnahmen für Feuerwehren und Rettungsdienste zuzulassen. Nach Angaben der Bundesregierung sind solche Ausnahmen nicht möglich, da Feuerwehren und Rettungsdienste nicht dem Katastrophenschutz im Sinne der EU-Vorschriften zuzurechnen seien. "Die Antwort der EU-Kommission ist nicht sachgerecht. Feuerwehren und Rettungsdienste gehören in Deutschland zum Katastrophenschutz", so Herrmann heute in München.

Seit Umsetzung der europäischen Führerscheinvorschriften in deutsches Recht verläuft die Grenze zwischen der Pkw- und der Lkw-Klasse schon bei 3,5 Tonnen. Die neue Klasseneinteilung bei den Fahrerlaubnissen stellt insbesondere die Freiwilligen Feuerwehren, aber auch die anderen Hilfsorganisationen vor große Probleme. Denn die meisten Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge haben aufgrund technischer Neuerungen zwischenzeitlich ein zulässiges Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen. Hinzu kommt, dass die Inhaber der alten Fahrerlaubnisklasse 3 zunehmend aus Altersgründen aus dem ehrenamtlichen Dienst ausscheiden.

Innenminister Joachim Herrmann setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass entsprechende Fahrzeuge bis 4,25 Tonnen auch mit der Pkw-Fahrerlaubnisklasse B gefahren werden können. Herrmann: "Ich habe diese absolut nachvollziehbare Forderung unserer Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdienste in vollem Umfang unterstützt. Auf meine Initiative hat Bayern daher einen entsprechenden Entschließungsantrag in den Bundesrat eingebracht. Darin wurde die Bundesregierung aufgefordert, durch ein Änderung des Straßenverkehrsrechts eine ausreichende Rechtsgrundlage dafür zu schaffen, dass Angehörige der Feuerwehren, der Rettungsdienste, der technischen Hilfsdienste sowie Helfer des Katastrophenschutzes künftig Einsatzfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 4,25 Tonnen mit dem Pkw-Führerschein fahren dürfen."

Die Bundesregierung hatte sich nun in ihrer Antwort an den Bundesrat auf eine Stellungnahme der EU-Kommission berufen, wonach Ausnahmen für die Feuerwehren und Rettungsdienste von den EU-Führerscheinregelungen rechtlich nicht möglich seien. "Dann müsse eben EU-Recht geändert werden", so Herrmann. "Ich fordere die Bundesregierung auf, sich für eine Änderung auf EU-Ebene einzusetzen", so Innenminister Herrmann. "Ich werde mich auch an die Mitglieder der CDU/CSU-Fraktion im Europaparlament wenden, sich für entsprechende Regelungen stark zu machen."

Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern

Bundesregierung beschließt Gesetz zur Zertifizierung von digitalen Funkgeräten

Die Bundesregierung hat heute den von Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble vorgelegten Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über die Errichtung einer Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS-Gesetz) beschlossen.

Mit dem Gesetzentwurf werden die Voraussetzungen für ein Zertifizierungsverfahren geschaffen, das sicherstellt, dass die von Bund und Ländern für ihre jeweiligen Bedarfsträger dezentral beschafften digitalen Funkgeräte bestimmte Mindestanforderungen erfüllen und so störungsfrei mit den sonstigen Komponenten des BOS-Digitalfunknetzes sowie mit allen anderen Funkgeräten in diesem Netz zusammenarbeiten. Hierzu sieht der Gesetzentwurf eine technische Überprüfung der Funkgeräte durch sachverständige Prüfstellen vor. Auf der Basis der entsprechenden Prüfberichte und weiterer Nachweise entscheidet die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) auf Antrag des Herstellers oder Lieferanten eines digitalen Funkgerätes über die Erteilung eines Zertifikats. Ein entsprechendes Zertifikat wird künftig Voraussetzung dafür, dass Funkgeräte im BOS-Digitalfunknetz eingesetzt werden dürfen. Übergangsregelungen ermöglichen eine schrittweise Migration zu Funkgeräten mit Zertifikat.

Die BDBOS hat den Auftrag, den Digitalfunk der Polizeien, Feuerwehren und Rettungskräfte für Bund und Länder aufzubauen und zu betreiben. Mit Berlin, Bremen und Hamburg sind inzwischen die ersten Abschnitte des bundesweit einheitlichen Digitalfunknetzes errichtet und in Betrieb genommen worden. Weitere Meilensteine waren im Herbst 2008 der Pilotbetrieb des Digitalfunks zum Oktoberfest in München und der Einsatz des BOS-Digitalfunks im Rahmen des Castor-Transportes.

Landesweite, auf dem TETRA-Standard basierende, Funknetze für Sicherheitskräfte errichten derzeit neben Deutschland auch andere europäische Staaten, u. a. Österreich, Schweden, Norwegen und Dänemark.
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Quelle: Bundesministerium des Innern

10. Februar 2009

Sicherheitstipps für alle Narren

Bayerns Narren starten durch: Vor allem in Franken aber auch in anderen Regionen, reiht sich nun Sitzung an Sitzung; den Höhepunkt findet die närrische Saison dann mit den großen Umzügen an den „tollen Tagen“. Damit die pure Lebensfreude nicht durch Unfälle und Brände getrübt wird, gibt der LandesFeuerwehrVerband Bayern e.V. folgende Tipps:
  • Achten Sie beim Kauf von Luftschlangen und Girlanden auf schwer entflammbare Produkte. Sie erkennen diese am Aufdruck "B1".
  • Tragen Sie keine Masken oder Kostüme aus leicht brennbarem Material wie Papier oder Kunststoff. Eine originelle Verkleidung muss noch lange nicht sicher sein.
  • Bringen Sie beim Schmücken Ihres Partyraumes Deko-Material nicht in unmittelbarer Nähe von Glühbirnen, Heizstrahlern, Kerzen oder anderen heißen Gegenständen an.
  • Seien sie vorsichtig mit offenem Feuer in dekorierten Räumen, bringen Sie Kerzen und Lampions so an, dass sie vor dem närrischen Treiben sicher sind.
  • Stellen Sie Aschenbecher auf! Zigaretten können noch lange nachglühen. Aschenbecher niemals in Papierkörbe entleeren. Am besten sind Blecheimer.
  • Kennzeichnen Sie Notausgänge deutlich und stellen Sie sie nicht zu. Sie sind während der gesamten Veranstaltung geöffnet zu halten (nicht abschließen).
  • Dekorationen, Girlanden, Luftschlangen oder Lampions dürfen nicht mit offenem Feuer, Heizstrahlern oder Glühbirnen in Berührung kommen. Nur schwer entflammbare Dekorationen verwenden.
  • Brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen, insbesondere zu vorgerückter Stunde, wenn die Stimmung besonders ausgelassen ist.
  • Mit glimmenden Zigaretten nicht achtlos umgehen; sie können schnell einen Brand entfachen, zumal auf dem Boden oftmals viel Konfetti liegt.
  • Halten Sie Löschmittel bereit – Feuerlöscher oder Eimer mit Wasser.
Freie Rettungswege erleichtern die Arbeit der Einsatzkräfte!
  • Auch wenn es bei der Jagd nach "Bonbons" und anderen Wurfwaren heiß hergeht – halten Sie bei Umzügen ausreichenden Abstand zu den Festwagen.
  • Genießen Sie Alkohol in Maßen. Unfälle und Erkrankungen durch Trunkenheit sind die häufigsten Ursachen für Einsätze des Rettungsdienstes im Umfeld von Festveranstaltungen.
  • Parken Sie verantwortungsbewusst, halten Sie die Rettungswege frei!
  • Viele Feuerwehren helfen ehrenamtlich beim Ablauf und der Absicherung von Karnevalsumzügen mit. Bitte unterstützen Sie diese Einsatzkräfte, indem Sie sie nicht bei ihrer Arbeit behindern.
Schäden können verringert werden, wenn Sie nach Ausbruch eines Brandes über Notruf 112 sofort die Feuerwehr rufen.

Auch Feuerwehr streikt

Weiter Warnstreiks im Tarifkonflikt der Länder

Vor der entscheidenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst machen die Gewerkschaften weiter mit Warnstreiks Druck auf die Länder. In Schleswig-Holstein beteiligten sich am Montag nach Gewerkschaftsangaben an den Aktionen rund 4000 Landesbeschäftigte.

Mehrere hundert Landesbedienstete demonstrieren in Lübeck. In Baden-Württemberg legten in Freiburg rund 500 Angestellte von Universität und Regierungspräsidium die Arbeit nieder. Betroffen war auch die Freiburger Feuerwehr.

In Kiel demonstrierten am Nachmittag gut 2500 Verwaltungsmitarbeiter, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Straßenwärter. Am Morgen hatten 250 Mitarbeiter aus Landesverwaltung, Hochschulen und Forschungseinrichtungen die Arbeit niedergelegt. In Lübeck trafen sich 350 Mitarbeiter von Feuerwehr, Polizei, Verwaltungen, Hochschulen und Universitätsklinikum zu einer Protestkundgebung. Im Norden Schleswig-Holsteins und am Hamburger Stadtrand blieben laut Gewerkschaft ver.di am Morgen Fahrbahnen glatt, weil Mitarbeiter der Straßenmeistereien im Warnstreik waren.

Auch in den kommenden Tagen wollen die Gewerkschaften die Warnstreiks bundesweit fortsetzen. Ver.di und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb fordern für die rund 700 000 Beschäftigten der Länder acht Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Sollten die Arbeitgeber in der dritten Runde am kommenden Wochenende weiter kein Angebot vorlegen, erwägen die Gewerkschaften einen regulären Arbeitskampf.
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Quelle: www.ftd.de