Besserer Brandschutz in Reisebussen

Insgesamt gehen nach Angaben des Verbandes deutscher Omnibusunternehmer (bdo) pro Jahr 120 Millionen Menschen mit dem Bus auf Reisen. Die Zahl der schweren Omnibusunfälle ist gering, sie liegt jedes Jahr meist im einstelligen Bereich. Dennoch sind die Folgen für die Passagiere oft verheerend. Und immer wieder geraten Busse in Brand. Die Bundesregierung drängt die Branche daher jetzt, die nach der Katastrophe von Hannover zugesagte freiwillige Selbstverpflichtung für einen besseren Brandschutz anzugehen. In einer Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion heißt es, ein solches Vorgehen sei sinnvoller als neue Vorschriften, weil eine Selbstverpflichtung „frühzeitiger“ wirke.
Bushersteller, Omnibusunternehmer und die Hersteller von Brand- und Rauchmeldern prüfen noch das „Wie“. Akustische oder optische Warnmelder für den Fahrer werden dabei favorisiert, allerdings bedeuten zusätzliche Kabel im Bus gleich zusätzliche Risiken. „Wir wollen keine Fünf-Euro-Rauchmelder aus dem Baumarkt“, betont bdo-Sprecher Martin Kaßler. Sobald die technischen Voraussetzungen geklärt seien, könne die Selbstverpflichtung umgesetzt werden. Die modernsten Bus-Modelle seien zudem bereits mit Feuerlöschanlagen im Motorraum ausgestattet. Denn dort entstehe ein Busbrand entstehe eher, so Kaßler.
Warnmelder allein reichen auch der Bundesregierung nicht aus. Die Branche müsse ebenfalls die „Selbstrettungsmöglichkeiten“ der Fahrgäste durch Fluchtwege, Notausstiege, Feuerlöscher oder Ähnliches verbessern und in die Selbstverpflichtung für mehr Brandschutz mitaufnehmen, heißt es in der Antwort auf die kleine Anfrage der Liberalen.
Quelle: mainpost.de
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