Aufbau des Digitalfunknetzes
Im April 2007 errichtete der Bund die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) mit Sitz in Berlin; sie ist dem BMI nachgeordnet. Die BDBOS hat die Aufgabe, den BOS-Digitalfunk aufzubauen, zu betreiben und seine Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Sie gewährleistet auch die bundesweite Einheitlichkeit des Digitalfunksystems, ist für die Gesamtkoordination des Projekts verantwortlich und bündelt die Interessen der Nutzer. Der zeitliche Ablauf des Netzaufbaus folgt bundesweit einem zwischen Bund und Ländern abgestimmten Aufbauplan, dem "Roll-Out-Plan". Darin ist festgelegt, wann welcher Netzabschnitt in einem Bundesland geplant, aufgebaut und in Betrieb genommen werden soll.
Das Bundesministerium des Innern (BMI) erteilte Ende August 2006 der Firma EADS im Rahmen eines Vergabeverfahrens den Zuschlag für die Lieferung der Systemtechnik des Digitalfunks der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) auf Basis des offenen Standards "TETRA 25".
Eine (Experten-)Gruppe "Anforderungen an das Netz" (GAN) definierte 2002 den Mindeststandard für den Digitalfunk der BOS, so auch die untere Grenze für die Funkversorgung. Einige Bundesländer, darunter Bayern, haben wegen des taktischen Bedarfs der BOS eine Funkversorgung gewählt, die über diesen Mindeststandard zum Teil deutlich hinaus geht. Dies wird als Standard "GAN + X" bezeichnet, wobei "X" je nach Land eine unterschiedliche Größe annehmen kann.
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